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Checkliste Weitwandern / Thru Hiking, Teil 1: Hartware

Rucksack:

Volumen: ca. 45L = superleichte, sehr minimalistische Ausrüstung, oder für pilgern (ohne Zelt, Matte, wenig Essen usw...)

Volumen: ca. 50-65L = klassische Weitwandergröße

über 65L = du benötigst Extraausrüstung (z.B. Packraft), oder mußt Essen für längere Zeit tragen (8-14 Tage)? Dann wird es wahrscheinlich nicht mehr richtig leicht, trotzdem gibt es ein paar Tricks, um das Gewicht möglichst leicht zu halten.

 

Achte auf die ideale Passform, ein geringes Gewicht (ca. 1000g) und auf geräumige Aussentaschen.

Je mehr Schnickschnack, desto höher das Gewicht!

 

Mein Tip: ÜLA Rucksäcke sind bewährt, leicht und superstabil, und decken alle Größen und Rückenlängen ab.

 

Zelt:

bist du alleine unterwegs? Oder zu zweit?

Manche 2er Zelte sind nur geringfügig schwerer als die 1P Variante, dafür hast du alleine in einem solchen Zelt richtig viel Platz.

Soll das Zelt mit Trekkingstöcken aufgestellt werden? Oder mit einem Gestänge?

Doppelwand? Oder Einwand / Hybriddesign?

Möchtest du bei schönem Wetter das Innenzelt einzeln aufstellen können?

 

Tip: Das Nemo Hornet vereint niedrigstes Gewicht, gute Sturmfestigkeit und ein tolles Platzangebot. Die 2er Version hat 2 Apsiden/ Eingänge. Das Innenzelt kann auch einzeln benutzt werden. Mini Packmaß und superleicht!

 

Matte:

Minimalisten entscheiden sich für eine Schaummatte; unkaputtbar und superleicht. Für Rückenschläfer auch akzeptabler Schlafkomfort. Durch das größere Packmaß muss eine Schaummatte aussen am Rucksack befestigt werden.

Die Nemo Switchback ist in diesem Bereich eine echte Innovation. Leicht, warm und recht dick.

 

Aufblasbare Matten sind leicht und bequem wie nie zuvor! Diese Matten gibt es in extra isolierten oder normalen Versionen. Für Temperaturen um 0° und darunter solltest du eine isolierte Version nehmen. Für den klassischen 3- Jahreszeitengebrauch bei eher wärmeren Temperaturen geht auch weniger. Falls du einen Quilt benutzen willst, sollte die Matte gut isolieren. Manche Modelle bei Klymit haben ausgeschnittene Bereiche, dadurch kann die Füllung der Schlafsackunterseite optimal genutzt werden und liegt sich nicht platt. Von Nemo führe ich die Tensor Serie in isoliert, normal und verschiedenen Längen und Breiten erhältlich. Hier ist ein Aufblassack immer inklusive, dadurch kommt besonders bei isolierten Versionen keine Feuchtigkeit ins Matten Innere. Bei Klymit ist die Aufblashilfe extra erhältlich.

 

Schlafsack oder Quilt?

Nach welchen Kriterien du deinen Schlafsack aussuchen solltest, und die Vor- bzw. Nachteile von Schlafsack und Quilt findest du hier!

Fast immer ist Daune die Füllung der Wahl. Momentan ist keine andere Isolierung so leicht und klein verpackbar. Ein guter Daunenschlafsack behält bei guter Pflege auch sehr lange seinen "Loft".

Gute Daunenschlafsäcke mit einem Komfortbereich bei 0° oder knapp drunter wiegen unter einem Kilo. Diese Modelle sind oft schmaler geschnitten, das ist wichtig, dass der Schlafsack dich auch dann noch effektiv wärmen kann, wenn du erschöpft bist. (weniger Luft muss erwärmt werden...)

Quilts sind nochmal leichter, durch die fehlende Bodenisolierung. Also sollte die Matte gut isolieren, und der Quilt sollte sich gut an der Matte fixieren lassen, um Kältebrücken zu vermeiden. Bei warmen Temperaturen kann der Quilt als Decke verwendet werden. Bei kalten Temperaturen sollte sich der Quilt an Füßen und am Hals gut zuziehen lassen, und du benötigst auf alle Fälle eine warme Mütze. Quilts sind breit geschnitten, dadurch hat man eine größere Bewegungsfreiheit als in einem Schlafsack. Mit dem Nemo Banshee gibt es ein "Zwitter", ein Quilt, der sich mit Reißverschluss zu einem Schlafsack verwandeln lässt...

In beiden Fällen sollte ein Inlet verwendet werden, in erster Linie um dein Schlafsystem zu schützen. Hier kommt eigentlich nur Seide in Frage, superleicht und Mini Packmaß!

 

Kochen:

Je nach Land unterschiedlich, in westlichen Ländern (USA, Europa, Neuseeland...) kann man normalerweise ohne größere Probleme einen Gaskocher mit Schraubkartuschen benutzen. Allerdings sollte man ungefähr wissen wie lange die Kartuschen halten und im Zweifelsfall Ersatz mitnehmen. Bei Weitwanderungen geht es meistens darum, Wasser schnell zum Kochen zu bringen; hier punkten Kochsysteme wie z.B. der Jetboil Flash. Diese Kocher sind ziemlich windunempfindlich, sehr kompakt zu packen (eine 100g Kartusche kann im Topf mit dem Kocher verstaut werden) und richtig schnell!

Die SOTO Kocher aus Japan sind klassische Gaskocher zum Aufschrauben in hervorragender Verarbeitungsqualität. Der Amicus bietet momentan eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse am Markt. Der Windmaster ist der leistungsstärkste Aufschraubkocher auf dem Markt!

Auch superleichte Spirituskocher oder Hobokocher habe ihre Berechtigung. Superleicht, der Brennstoff ist oft leichter zu bekommen. Allerdings sollte die Waldbrandgefahr im Auge behalten werden. (Darum sind diese Kocher z.B. in Kalifornien nicht erlaubt).

Dazu einen leichten Topf, einen Löffel und ein Mini Feuerzeug oder Zündstahl und schon kann es losgehen...

 

 

 

 

 

 

 

 

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