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Biwakieren, aber richtig!

das leichteste Biwaksetup, das ich im chrispacks shop gefunden habe....2427g....incl. Rucksack
das leichteste Biwaksetup, das ich im chrispacks shop gefunden habe....2427g....incl. Rucksack

Ein Biwak unter freiem Himmel, bei perfektem Wetter....Was kann es Schöneres geben?

Hier gibt es einige Tipps und Tricks, damit alles perfekt läuft....

 

Ausrüstung:

Schlafsack: Sollte den zu erwartenden Temperaturen angepasst sein...In den Bergen kann es auch im Sommer recht frisch werden, ein 3-Jahreszeitenschlafsack funktioniert gut.

Matte: isoliert gegen die Bodenkälte. Kann eine Schaummatte oder eine bequemere, aufblasbare sein...

Tyvek Plane: Schützt gegen Bodennässe, und schützt die Matte vor Beschädigungen...

Biwaksack oder Tarp: Beim Biwaksack gibt es die meisten Missverständnisse. Ein normaler Biwaksack schützt dich bei plötzlichen Wettersturz vor Nässe, Wind und Auskühlung. Allerdings bekommt man hier auch ein Problem mit der Kondensfeuchtigkeit. Bei einem Notfall sicher das kleinere Problem, bei einem geplanten Biwak wird es eher ungemütlich. Genau hier liegt der Unterschied zu teureren Biwaksäcken. Das Material ist hier mehr oder weniger "atmungsaktiv", d.h. weniger Kondensfeuchtigkeit. Das geht bis zu einem "Biwakzelt" wie dem Outdoor Research Stargazer Bivy. Wenn man nicht gerade auf einem Grat oder Gipfel nächtigt, kann man auch überlegen ein leichtes Tarp mitzunehmen. Wasserdichter Schutz, bei sehr guter Belüftung (wenig bis keine Kondensfeuchtigkeit). Kann allerdings bei viel Wind problematisch werden, und man braucht etwas Erfahrung beim Aufbau und Abspannen.

Solange man noch im Waldbereich unterwegs ist, kann auch eine Hängematte eine super Lösung sein. Zum Schutz vor Bodenkälte kann auch hier eine Isomatte oder ein Underquilt helfen.

Jetzt könnt ihr schon mal schlafen....Vorher gibt es noch was zu Essen...Ein Gaskocher ist für kurze Ausflüge über die Baumgrenze die erste Wahl, wie z.B. den Jetboil Flash, da ist der Topf schon dabei, sonst einen kleinen Gaskocher wie den Soto Amicus und dazu einen leichten Topf, z.B. von Toaks....dazu Brotzeit, evtl. Tütenfutter und paar Snacks...Stirnlampe und diesen Löffel....

Wichtig: Oft gibt es  an den besten Plätzen kein Wasser, das muss man mitnehmen. Funktioniert Top in den Faltflaschen von Platypus, mit denen kann man sogar Wein sehr gut transportieren. (Ja, das funktioniert, nein, der Wein riecht nicht nach Plastik ;-))

 

Selbstverständlich wird danach nicht der kleinste Fuzzel zurückgelassen, und auch menschliche Hinterlassenschaften sollten wirklich ohne Spuren vergraben, oder noch besser mitgenommen werden!

 

  • Um unnötigen Stress zu vermeiden, am besten relativ spät aufbauen und möglichst früh wieder zusammenpacken...
  • Vorher das Wetter checken (Gewitter?!)
  • Platzwahl ist sehr wichtig, Plätze im Tal und bei Bächen und Seen sind immer recht feucht und kalt, exponierte Plätze sind trockener, aber gefährlich bei Gewitter. Natürlich müssen auch alle anderen alpinen Gefahren beachtet werden (z.B. Steinschlag, Absturzgefahr....), Naturschutzgebiete bitte vermeiden...

 

Hoffe dieser Artikel war für euch hilfreich, viel Spass beim Biwakieren!

 

Location: Bavaria
Bilder: www.raphaelvoeltl.de

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