Montbell – vom Eiger nach Osaka und zurück in die Läden Europa
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Montbell – vom Eiger nach Osaka und zurück in die Läden Europa

Von der Eiger-Nordwand zur eigenen Outdoormarke

Was haben die Eiger-Nordwand und ultraleichte Daunenjacken gemeinsam? Mehr, als man zunächst vermuten würde! Denn die Geschichte der japanischen Outdoormarke Montbell beginnt nicht in einer Entwicklungsabteilung, sondern in den Bergen der Schweiz.

Firmengründer Isamu Tatsuno ist seit seiner Jugend begeisterter Bergsteiger und ein echter Nerd, wenn es um innovative Materialien und funktionelle Ausrüstung geht. Bereits 1969 durchstieg er im Alter von gerade einmal 21 Jahren als zweiter Japaner die berüchtigte Eiger-Nordwand. Eine beachtliche Leistung, gerade wenn man bedenkt, mit welcher schweren Ausrüstung Bergsteiger damals noch unterwegs waren.

Nach seiner Rückkehr nach Japan gründete Tatsuno zunächst eine Kletterschule, bevor er 1975 in Osaka gemeinsam mit zwei Mitstreitern Montbell ins Leben rief. Sein Ziel war es, leichte, funktionelle und innovative Outdoor Ausrüstung zu entwickeln, die den Anforderungen anspruchsvoller Bergtouren gerecht wird. Ein Gedanke, der bis heute die Philosophie des Unternehmens prägt.

Leichte Schlafsäcke und Regenjacken – die ersten Schritte

Angefangen hat alles mit der Entwicklung leichter Schlafsäcke und funktioneller Regenbekleidung. Zwei Produktgruppen, in denen Montbell noch heute für hochwertige Materialien, durchdachte Konstruktionen und ein möglichst geringes Gewicht bekannt ist.

Bereits 1982 brachte Montbell mit der Storm Cruiser eine Regenjacke auf den Markt, die sich über die folgenden Jahrzehnte zu einem echten Klassiker entwickelte. Heute findet Ihr die Storm Cruiser auch bei uns im Sortiment, als leichte, dreilagige Regenjacke mit einem Gewicht von rund 280 g. Dank ihrer robusten Konstruktion eignet sie sich hervorragend für anspruchsvolle Bergtouren und längere Wanderungen mit Rucksack.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Montbell unter der Führung von Isamu Tatsuno stetig weiter und erlangte schnell Bekanntheit über die Grenzen Japans hinaus. Die Ausrüstung begleitete zahlreiche Expeditionen und Bergsteiger auf ihren Unternehmungen rund um den Globus.

Mit der Eröffnung eigener Geschäfte und der späteren Expansion nach Nordamerika und Europa entwickelte sich aus dem kleinen Unternehmen in Osaka schließlich eine der bedeutendsten japanischen Outdoormarken.

Die Jahrtausendwende – ein Leckerbissen für Materialfetischisten

Zur Jahrtausendwende hatte Montbell wieder einen echten Leckerbissen für Materialfetischisten im Angebot: besonders leichte Daunenbekleidung, bei der jedes Gramm auf den Prüfstand gestellt wurde.

Schon damals setzte Montbell auf feine, leichte Nylonmaterialien und hochwertige Daunenfüllungen. Was seinerzeit mit Materialien um 15 Denier und einer Bauschkraft von etwa 725 Fillpower beeindruckte, wurde über die Jahre immer weiterentwickelt.

Mittlerweile sind wir bei Daunenjacken mit 1000 Fillpower und hauchdünnem 7D-Nylon angekommen. Eine Kombination, die vor einigen Jahrzehnten wohl noch nach Science-Fiction geklungen hätte. Heute gehören solche Jacken zu den leichtesten ihrer Klasse und zeigen eindrucksvoll, wie weit sich Materialien und Fertigungstechniken entwickelt haben.

Dabei geht es Montbell nicht nur darum, möglichst viele Gramm einzusparen. Vielmehr sollen Wärmeleistung, Packmaß und Funktion in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Denn was bringt die leichteste Jacke, wenn man auf dem Gipfel trotzdem friert?

Und wer weiß, was sich Herr Tatsuno und sein Team in den nächsten Jahren noch einfallen lassen!

Montbell heute – weit mehr als nur Ultraleicht-Trekking

Heute gehört Montbell zu den größten und bekanntesten Outdoor-Ausrüstern Japans. Das Sortiment ist mittlerweile beeindruckend breit aufgestellt. Neben ultraleichten Schlafsäcken, Daunenjacken und Regenbekleidung bietet Montbell unter anderem auch Fahrradzubehör, Ausrüstung für den Kanusport, Angelruten und vieles mehr an.

Besonders spannend finden wir, dass sich Montbell trotz seiner Größe weiterhin intensiv mit der Entwicklung leichter und funktioneller Ausrüstung beschäftigt.

Ein gutes Beispiel ist die Versalite Regenjacke, die mit einem Gewicht von rund 180 g zu den leichtesten Regenjacken im Sortiment gehört. Wer beim Ultraleicht-Trekking jedes Gramm zählt, findet hier eine spannende Alternative zu schwereren Hardshells. Für anspruchsvollere Einsätze mit schwerem Rucksack kann hingegen eine robustere dreilagige Konstruktion wie bei der Storm Cruiser die sinnvollere Wahl sein.

Beeindruckend ist dabei, dass die Verarbeitungsqualität trotz des enorm gewachsenen Sortiments weiterhin einen hohen Stellenwert genießt. Montbell-Produkte genießen weltweit einen hervorragenden Ruf und sind längst nicht mehr nur unter japanischen Bergsteigern bekannt.

Von Osaka ins Karwendel – Montbell bei Chrispacks

Da wir als kleiner Outdoorladen am Fuße des Karwendels nicht annähernd genug Platz haben, um das gesamte Montbell Sortiment abzubilden, haben wir für Euch eine handverlesene Auswahl zusammengestellt.

Neben bewährten Klassikern wie der Storm Cruiser findet Ihr bei uns auch einige der leichtesten und technisch spannendsten Produkte aus dem Hause Montbell. Gerade bei Daunenbekleidung, Regenjacken und ultraleichtem Zubehör hat die japanische Marke einiges zu bieten.

Vieles davon begleitet uns selbst das ganze Jahr über auf Bergtouren im Karwendel und wurde entsprechend auf Herz und Nieren getestet.

Und genau das gefällt uns an Montbell: Trotz aller Materialinnovationen und dem Streben nach möglichst geringem Gewicht steht immer noch der praktische Nutzen im Vordergrund.

Funfact – Bergsteiger aus Leidenschaft

Auch im hohen Alter bleibt Isamu Tatsuno seiner Leidenschaft für die Natur treu. Neben seiner Arbeit für Montbell engagiert er sich unter anderem für die Förderung des Kanusports und des Ökotourismus in Japan.

Einen Ausgleich zu seinem geschäftigen Alltag findet er in der traditionellen japanischen Teezeremonie und beim Spielen der japanischen Flöte.

Von der Eiger-Nordwand über die Entwicklung ultraleichter Ausrüstung bis zur japanischen Teezeremonie, langweilig dürfte es Herrn Tatsuno jedenfalls nicht werden!